Horsepower Productions

Seit den frühen 2000er Jahren in England aktiv, formte sich Horsepower Productions zunächst als Kollektiv, bevor es sich um das Duo Benny Ill und Jay King konzentrierte. Ihr Werdegang liegt am Schnittpunkt von UK Garage, 2-Step, Dub und frühen Formen des Dubstep, mit einem Klang, der sich durch verschobene Rhythmen, tiefe Bässe und eine sehr nüchterne Produktionsweise auszeichnet. In ihren ersten Maxis, die zu Beginn der 2000er Jahre veröffentlicht wurden, erkundet Horsepower Productions eine instrumentale und minimale Version des britischen Garages, die sich damals im Umfeld von Croydon rund um das Big Apple und auf Labels, die mit dieser Szene verbunden sind, wie Tempa und Turn U On, zirkulierte. Das Projekt nimmt eine zentrale Rolle beim Aufkommen des Dubstep ein, mit In Fine Style (2002) gefolgt von To the Rescue (2004), bevor eine Wiederaufnahme der Aktivitäten Ende der 2000er Jahre mit der Single Kingstep / Damn It (2009) und dem Album Quest for the Sonic Bounty (2010). Die Diskografie von Horsepower Productions umfasst auch The Lost Tapes EP (2011) und Crooks, Crime & Corruption (2016). Zwischen Dub-Texturen, dem Soundsystem-Erbe und einer verlangsamten Garage-Struktur hat Horsepower Productions eine schlichte und physische Sprache entwickelt, die sowohl an Londons Dancefloor als auch an die experimentellen Randbereiche der britischen elektronischen Musik gebunden ist.

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