Kalash Criminel

Geboren in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo und aufgewachsen in Seine-Saint-Denis, unter anderem in Sevran und dem Viertel Rougemont, setzte sich Kalash Criminel Mitte der 2010er Jahre in der französischen Rap-Szene durch. Er ist bekannt für eine direkte Schreibe, einen angespannten Flow und eine Ästhetik, die in Trap und Straßenrap verwurzelt ist. Zunächst im Kollektiv Hall 14 aufgefallen, entwickelte er solo ein düsteres, frontal wirkendes und sehr rhythmisches Universum, getragen von massiven Produktionen und skandierten Refrains, in dem Stadtgeschichten, Anspielungen auf seinen Werdegang und sozial-politische Positionen zusammenlaufen. Seine Laufbahn nahm Gestalt an mit der Mixtape R.A.S. (2016) und Oyoki (2017) und führte zu den Alben La Fosse aux lions (2018) und Sélection naturelle (2019). Kalash Criminel bewegte sich inzwischen in den zentralen Bahnen des französischen Rap, ohne jedoch seine Identität als Künstler aus Sevran und mit kongolesischen Wurzeln zu verlieren, was sich in seiner Art zeigt, Spannung, kollektive Energie und pointierte Formulierungen zu verbinden. 2022 veröffentlichte er zudem SVR, ein gemeinsames Projekt mit Kaaris, das seine Verortung im harten, dichten und unverblümten Rap weiterführt.

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