Jowee Omicil

Geboren in Montréal in einer haitianischen Familie, entwickelt Jowee Omicil seit Mitte der 1990er Jahre eine Laufbahn, die sich zwischen Jazz, freier Improvisation, karibischer Musik, Groove und offeneren Formen bewegt, in denen Gesang, Spoken Word und Pulsationen nahe dem Hip-Hop aufeinandertreffen. Als auf Blasinstrumente fokussierter Multi-Instrumentalist hat sich Omicil unter anderem an der Berklee ausgebildet, bevor er sich zwischen Nordamerika, Paris und weiteren internationalen Bühnen bewegt, in Kontexten von dem akustischen Quartett bis zu hybriden Projekten. Seine Musik bewahrt eine deutliche Verbindung zu haitianischen Erbschaften, während sie auf eine mobile, oft kollektive Schreibweise baut, bei der Melodien flexibel bleiben und Rhythmen stark präsent sind. Nach Let’s Do This (2006) und Roots & Grooves (2009) setzte Omicil diesen Weg mit Naked (2014), Let’s BasH (2017) und Love Matters! (2018) fort, gefolgt von engeren Projekten wie LeKture (2020), Y Pati mit Randy Kerber (2020) und M.O.M mit Louis und François Moutin (2021). Man hat ihn auch an der Seite von Musikern wie Roy Hargrove, Tony Allen, Ibrahim Maalouf, Richard Bona oder André 3000 gehört und ihn in der Serie The Eddy gesehen. Im Jahr 2023 veröffentlicht Jowee Omicil Spiritual Healing: Bwa Kayiman Freedom Suite, inspiriert von der haitianischen Geschichte, und bekräftigt einen Ansatz, bei dem Spiritualität, Gedächtnis und Improvisation eine zentrale Rolle spielen.

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Feb. 3, 2022
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