Ziv Ravitz

Geboren 1976 in Beersheba, Israel, hat Ziv Ravitz sich früh zwischen Klavier, Gitarre und Schlagzeug ausgebildet, bevor er sich dem Jazz und der improvisierten Musik zuwandte. Nachdem er am Berklee College of Music in Boston Komposition studiert hatte, entwickelt er seit Anfang der 2000er Jahre eine Karriere, die sich zwischen New York, Europa und der israelischen Szene aufteilt. Sein Schlagzeugspiel gehört zu einem modernen, flexiblen und detaillierten Jazz, der auf Dynamik, Texturwechsel und den Austausch zwischen Komposition und Improvisation achtet. Ziv Ravitz hat das Trio Minsarah mit Florian Weber und Jeff Denson mit gegründet, ein Projekt, das ihn unter anderem dazu geführt hat, mit Lee Konitz zu spielen; mit ihm erschienen Deep Lee (2008) und Live at the Village Vanguard (2009). Parallel hat Ravitz eigene Projekte geführt, dokumentiert durch Images from Home (2009) und No Man Is an Island (2019). Sein Weg kreuzt auch den von Shai Maestro, dessen Trio er Anfang der 2010er-Jahre beigetreten ist, sowie den Trompeter Avishai Cohen, im Quartett auf Naked Truth (2022) und Ashes to Gold (2024). Man hört ihn auch neben Oded Tzur oder Dominic Miller, in einem Repertoire, in dem zeitgenössischer Jazz mit offener, lyrischer Schreibweise dialogiert, die kollektivem Zuhören fest verankert ist.

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