Alkpote
Anfang der 2000er Jahre auf der Rap‑Szene von Évry in der Départements Essonne aufgetreten, hat sich Alkpote nach und nach als eine eigenständige Stimme des französischen Hardcore‑Raps etabliert. 1978 in Paris geboren und tunesischer Herkunft, fiel er zunächst als Mitglied des Duos Unité 2 Feu auf, das Mitte der 2000er Jahre aktiv war, bevor er eine Solokarriere verfolgte, die durch eine starke Neigung zu Egotrip, rohen Bildern und durchgängigem schwarzem Humor geprägt ist. Sein erstes Soloalbum, Les Marches de l’empire (2008), legte die Grundlage für ein sehr durchkomponiertes, bewusst provokantes Universum, das mit L’Empereur contre-attaque (2010) sowie einer Reihe von Mixtapes und Kollaborationsprojekten fortgesetzt wurde und ihn fest in der unabhängigen Rap‑Szene verankerte. Ab Inferno (2018) und mit Monument (2019) sowie Ogre (2020) verstärkte Alkpote die Verbindung zu Trap‑Ästhetiken und düsteren Klangwelten, vervielfachte Gastbeiträge mit einer neuen Generation frankophoner Rapper und bewahrte dabei einen technisch versierten Flow sowie eine Vorliebe für filmische und literarische Referenzen. Regelmäßig auf der Bühne präsent und in rapbezogenen audiovisuellen Formaten vertreten, pflegt er eine überzogene Persona, die zu einer stark codierten Schreibweise passt, zwischen stilistischen Performances, bewusstem Understatement und der systematischen Auslotung der sprachlichen Grenzen im frankophonen Hip‑Hop.
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