Juana Molina

Juana Molina wurde 1961 in Buenos Aires geboren und wuchs in einem künstlerischen Umfeld auf: Ihr Vater war Tangosänger, ihre Mutter Schauspielerin und Model. Während der argentinischen Diktatur verbrachte sie mehrere Jahre im Exil in Paris. Nach ihrer Rückkehr nach Buenos Aires machte sie sich zunächst Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre als Fernseh-Schauspielerin einen Namen, verließ diese Laufbahn jedoch 1994, um sich ganz der Musik zu widmen. Ihr Werk bewegt sich in einem hybriden Feld zwischen Folk, experimentellem Pop und elektronischer Musik, mit einer starken repetitiven Komponente auf Basis von Loops, Gitarren- und Keyboardmotiven und einer Stimme, die als rhythmisches Instrument behandelt wird; die Texte sind überwiegend auf Spanisch. Beginnend mit Rara (1996), gefolgt von Segundo (2000), Tres Cosas (2002), Son (2006), Un Día (2008), Wed 21 (2013) und Halo (2017), untersucht jedes Album Variationen dieser minimalen, hypnotischen Schreibweise und integriert dabei schrittweise dichtere Strukturen und düsterere Klanglandschaften. Auf unabhängigen argentinischen und später internationalen Labels entwickelt sie eine langjährige Touring-Karriere, häufig in kleiner Besetzung, in Sälen und auf Festivals, die sich experimentellen Musikformen und der Singer-Songwriter-Szene widmen, und arbeitet gelegentlich mit Musikern aus der Indie- und elektronischen Szene zusammen.

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