Yuri Honing

Geboren 1965 in Amsterdam, hat Yuri Honing seit den frühen 1990er-Jahren einen Werdegang entwickelt, der zwischen akustischem Jazz, zeitgenössischer Komposition und Öffnungen zu anderen Formen liegt. Als Tenor- und Sopransaxophonist sowie Komponist fiel Yuri Honing zunächst mit seinem Trio zusammen mit Tony Overwater und Joost Lijbaart auf, dokumentiert auf A Matter of Conviction (1992), Star Tracks (1996) und Sequel (1999). Seine Arbeit kreuzte anschließend die Wege von Musikern aus unterschiedlichen Szenen, insbesondere Misha Mengelberg, später Paul Bley, Gary Peacock und Paul Motian auf Seven (2001), einem Album, das einen Wendepunkt in seiner internationalen Sichtbarkeit markierte. Im Verlauf der 2000er-Jahre erweiterte Yuri Honing sein Spektrum mit Orient Express (2002), Symphonic (2006) mit Vince Mendoza und dem Metropole Orkest, und später Wired Paradise, einer Formation, in der sein Spiel in einem elektrischerem Rahmen mit einer Spannung nahe Rock und Fusion steht, wie auf Temptation (2006) und White Tiger (2010). Ab 2012 kehrte Yuri Honing zu einer kompakteren Besetzung mit dem Acoustic Quartet zurück, zu hören auf True (2012), Desire (2015) und Bluebeard (2020), wo die Lyrik des Saxophons, die Räume des Klaviers und eine geschmeidige Rhythmusgruppe einen erzählerischen, melodischen und sorgfältig strukturierten Jazz zeichnen.

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