We Lost The Sea
Seit Ende der 2000er-Jahre entwickelt We Lost The Sea in Sydney, Australien, eine Musik, die zwischen Post-Rock, Post-Metal und atmosphärischem Rock angesiedelt ist – anfangs von geschrienem Gesang getragen, dann schrittweise hin zu mehr Instrumentalität verschoben. Um einen Kern aus Musikern der lokalen Heavy-Szene herum gegründet, veröffentlichte die Band 2010 ihr erstes Sludge- und Post-Metal-Album Crimea, gefolgt von The Quietest Place on Earth (2012), auf dem die Stücke länger werden und mehr Raum für Gitarrentexturen und Spannungsaufbau lassen. Nach dem Tod ihres Sängers Chris Torpy im Jahr 2013 setzte die Band instrumental fort und verfeinerte eine langsamere, filmisch-narrative Schreibweise. Diese Entwicklung konkretisierte sich mit Departure Songs (2015), einem Konzeptalbum über tragische Einsätze und Katastrophenerzählungen, und mit Triumph & Disaster (2019), das die Arbeit an Kontrasten zwischen klanglicher Masse, repetitiven melodischen Motiven und kontemplativen Atmosphären weiter ausbaut. Live bringt We Lost The Sea diesen zugleich massiven und melodischen Sound in Netzwerken unabhängiger Spielstätten und spezialisierter Festivals zur Geltung, in Australien wie international, und bleibt dabei einer kollektiven Arbeitsweise verpflichtet, in der das Schreiben aus langen Erkundungen in den Proben entsteht.
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