Vincent Vallières

Fest in der Tradition des québecischen Chansons verwurzelt, entwickelt Vincent Vallières seit Ende der 1990er Jahre ein Repertoire, in dem sich Rock, Folk und frankophone Popmusik begegnen. 1978 in Sherbrooke geboren, begann der Singer-Songwriter auf Studenten- und Independent-Bühnen aufzutreten, bevor er 1999 Trente arpents aufnahm – ein Debütalbum, das eine erzählerische Welt etabliert, die den Alltag, Vorstadtlandschaften und intime Beziehungen in den Mittelpunkt stellt. Vallières verfeinerte diese Schreibweise mit Bordel ambiant (2001) und Chacun dans son espace (2003) und lenkte seine Arrangements anschließend schrittweise hin zu einem reduzierten, melodischeren Klang auf Le repère tranquille (2006) und Le monde tourne fort (2009). Die Alben Fabriquer l’aube (2013), Le temps des vivants (2017) und Toute beauté n’est pas perdue (2021) bestätigen eine Entwicklung hin zu einer stärker akustischen Herangehensweise, getragen von Stimme und Gitarre, bei der die Texte im Zentrum stehen. Vor allem in Québec und im frankophonen Kanada aktiv, tritt Vallières in Konzerthallen und auf Festivals mit einer kleinen, eingespielten Band auf und bevorzugt eine direkte Ästhetik, die die Sprache und die im Konzert erzählten Geschichten in den Vordergrund rückt.

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