Vincent Courtois

Vincent Courtois wurde 1968 in Paris geboren. Er erhielt zunächst eine klassische Ausbildung am Cello, öffnete sein Spiel jedoch früh für Jazz und Improvisation. Seit Ende der 1980er Jahre aktiv, ist er zunächst an der Seite von Christian Escoudé und anschließend bei Didier Levallet aufgetreten und hat schnell einen Werdegang aufgebaut, in dem das Cello zwischen zeitgenössischer Komposition, Kammermusik, Free Jazz und erzählerischen Formen für Bild und Bühne pendelt. Seine ersten Alben unter eigenem Namen, Cello News (1990) und Pleine Lune (1991), zeigten bereits einen sehr persönlichen Zugang — melodisch, beweglich und offen. Im Laufe der Jahre hat Courtois verschiedene Besetzungen erprobt, vom Solo bis zum Quartett, und arbeitete u. a. mit Martial Solal, Louis Sclavis, Rabih Abou-Khalil, Dominique Pifarély und Marc Ducret zusammen. Zu seiner Diskographie gehören außerdem Translucide (2000), The Fitting Room (2001), L’Imprévu (2010), West (2015), Bandes originales (2017) und Nothing Else (2023). Als Komponist schreibt er auch für Film und Fernsehen, etwa für Ernest et Célestine (2012) und Ernest et Célestine : Le Voyage en Charabie (2022). Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen sehr artikulierten Celloklang aus, oft an der Schnittstelle von zurückhaltendem Lyrismus, Polyphonie und Improvisation.

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