Wolfgang Voigt
In Köln entwickelt Wolfgang Voigt seit Ende der 1980er Jahre eine zentrale Arbeit in der deutschen elektronischen Musik, die sich zwischen Minimal Techno, Ambient Techno und experimentelleren Formen bewegt, die sich über Wiederholung und Textur definieren. Zunächst geprägt von Acid House, das er zusammen mit Jörg Burger in London entdeckte, vervielfachte er schnell seine Projekte und Pseudonyme, darunter Mike Ink, Love Inc., Studio 1 und vor allem Gas. Mit seinem Bruder Reinhard Voigt, Jörg Burger und Jürgen Paape war er 1993 an der Eröffnung des Ladens Delirium beteiligt, der zur Keimzelle von Kompakt wurde, einem Label, das er später zusammen mit Michael Mayer und Jürgen Paape mitbegründete, während er zugleich Profan ins Leben rief. Unter seinem eigenen Namen wie unter Alias erforscht Wolfgang Voigt unterschiedliche Formate, vom reduzierten Techno-Track bis zu dichten, immersiven Ambient-Stücken. Das Projekt Gas bleibt eine der markantesten Ausdrucksformen dieser Suche, mit den Alben Gas (1996), Zauberberg (1997), Königsforst (1998) und Pop (2000), in denen diffuse, orchestrale Loops auf eine verlangsamte Techno-Pulsation treffen. Parallel dazu arbeitete Voigt auch im Duo Burger/Ink und veröffentlichte einen sehr umfangreichen Katalog, der auf Variationen von Rhythmus, Klangmaterial und Raumwahrnehmung basiert.
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