Tyondai Braxton

Geboren in New York im Jahr 1978, entwickelt Tyondai Braxton seit Ende der 1990er Jahre eine Karriere, die sich zwischen experimentellem Rock, Elektronik und zeitgenössischer Musik bewegt. Zunächst in verschiedenen Projekten der amerikanischen Independent-Szene aktiv, beteiligt er sich 2002 an der Gründung von Battles, einer Gruppe, in der er bis 2010 Gitarre, Keyboards und Gesang spielte, als das Quartett sich im Feld des Math-Rock und Avant-Rock mit Mirrored im Jahr 2007 durchsetzte. Parallel dazu führt Braxton eine Soloarbeit, die sich auf repetitive Formen, komplexe rhythmische Konstruktionen und einen ständigen Dialog zwischen orkestraler Schrift und elektronischen Texturen konzentriert. Seine Alben History That Has No Effect (2002), Central Market (2009), HIVE1 (2015) und Telekinesis (2022) zeigen diese Entwicklung, vom Collage von Loops und vokalen Motiven hin zu größeren Stücken für Ensemble, Chor oder Orchester. Braxton hat seine Kompositionen auch mit Formationen wie Wordless Music Orchestra, Bang on a Can All-Stars, Alarm Will Sound, London Sinfonietta oder BBC Concert Orchestra vorgestellt, während er gelegentlich mit Philip Glass, Mouse on Mars oder Yarn/Wire zusammenarbeitet. In einem Register, in dem sich Rock-Puls, elektronische Abstraktion und akademisches Schreiben kreuzen, lehrt Braxton außerdem seit 2022 an der Princeton University.

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