Vincent Delerm

Vincent Delerm wurde 1976 in Évreux in der Normandie geboren und wuchs in einem von Literatur und Zeichnung geprägten Umfeld auf, bevor er sich der Chanson zuwandte. Ende der 1990er Jahre trat er auf kleinen Pariser Bühnen auf, mit einem intimen Repertoire, das sich um das Klavier und erzählerische Texte drehte, tief verwurzelt im Alltäglichen, Kino und kollektiven Gedächtnis. Vom Label Tôt ou Tard entdeckt, veröffentlichte er 2002 sein erstes gleichnamiges Album, gefolgt von Kensington Square (2004), Les Piqûres d’araignée (2006) und Quinze chansons (2008), die eine Schreibweise mit Dialogen, Eigennamen und präzisen Details etablierten, zwischen französischer Chanson und leichter Popmusik. Die weiteren Alben, Les Amants parallèles (2013), À présent (2016) und Panorama (2019), setzen diese Linie fort und erkunden stärker orchestrale Formen, Erzählarbeit und einen konzeptionelleren Albumansatz. Auf der Bühne entwickelt er Konzerte, die dem gesprochen-gesungenen Theater nahestehen, und arbeitet mit subtiler Ironie, visuellen Projektionen und direktem Publikumskontakt. Parallel dazu schreibt er Musik für Theater und Film, realisiert fotografische Projekte und Dokumentarfilme, darunter den Spielfilm Je ne sais pas si c’est tout le monde (2015), die sein Interesse an intimen Erzählungen und geteilten Erinnerungen vertiefen.

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