Vijay Iyer

Geboren 1971 in Albany, New York, aufgewachsen in Fairport in einer tamilischen Familie aus Indien und ansässig in New York, hat Vijay Iyer seit Mitte der 1990er Jahre einen Werdegang entwickelt, der zeitgenössischen Jazz, Improvisation und komponierte Musik verbindet. Als Pianist ist er weitgehend Autodidakt, nachdem er klassisch Violine gelernt hatte. Auf den kreativen amerikanischen Szenen trat er zunächst in Kollaborationen mit Steve Coleman und George E. Lewis hervor und leitete später eigene Projekte mit Rudresh Mahanthappa, Mike Ladd und dem Kollektiv Fieldwork. Sein Kompositionsstil verbindet dichten Puls, Arbeit an rhythmischen Zyklen, ausgeprägten Einsatz von Wiederholung und Aufmerksamkeit für lange Formen, begleitet von einem Klavierspiel, das zugleich perkussiv und sehr artikuliert ist. Vijay Iyers Diskographie spiegelt diese Entwicklung wider – von Memorophilia (1995) und Architextures (1998) bis zu Historicity (2009), Accelerando (2012), Mutations (2014), Break Stuff (2015), Far From Over (2017), Uneasy (2021) und Compassion (2024). Er hat zudem Duo- und Trio-Formate entwickelt, die zentral für sein Schaffen geworden sind, besonders mit Wadada Leo Smith auf A Cosmic Rhythm with Each Stroke (2016) und später auf Love in Exile (2023) mit Arooj Aftab und Shahzad Ismaily. Neben Auftritten in Clubs, auf Jazzfestivals und in Spielstätten für zeitgenössische Kunst komponiert Vijay Iyer auch für Ensembles, Streichquartette und Orchester.

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Juli 10
März 13, 2015