Transglobal Underground
Entstanden in London Anfang der 1990er Jahre um Tim Whelan und Hamilton Lee, entwickelte Transglobal Underground von Beginn an ein kollektives, bewegliches Konzept, in dem Elektronik, Dub, Rock, diasporische Perkussionen und Traditionen aus Nordafrika, dem Nahen Osten, Südasien und dem Balkan aufeinandertreffen. Transglobal Underground lässt sich dem World-Fusion- und Asian-Underground-Umfeld zuordnen, mit einem Sound, der von Clubrhythmen, melodischen Linien aus verschiedenen Musiktraditionen und einer konstanten Vorliebe für kulturelle Vermischung geprägt ist. Nach der Single „Temple Head“ (1991) veröffentlichte die Gruppe Dream of 100 Nations (1993), International Times (1994) und Psychic Karaoke (1996). Die frühen Alben sind eng mit der Präsenz von Natacha Atlas verknüpft; ihre Stimme prägte nachhaltig die Identität von Transglobal Underground, bevor sie ihre Solokarriere fortsetzte. Im Lauf der Jahre blieb das Projekt offen für zahlreiche Musiker und Kollaborationen, etwa mit Johnny Kalsi, TUUP, Sheema Mukherjee oder Fanfara Tirana, mit denen Transglobal Underground 2013 Kabatronics aufnahm. Zur Diskografie gehören außerdem Rejoice Rejoice (1998), Yes Boss Food Corner (2001), Moonshout (2007) und Walls Have Ears (2020), die diese hybride Ästhetik zwischen Sound‑System‑Kultur, urbaner Folkmusik und transnationalen Musiken fortführten.
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