Toyah
Unter dem Namen Toyah hat Toyah Willcox seit Ende der 1970er-Jahre eine Laufbahn entwickelt, die zwischen Postpunk, New Wave, Rock und Pop-Rock angesiedelt ist — zunächst in der Londoner Szene, später als Solokünstlerin. In Birmingham geboren, begann Toyah ihre Karriere im Theater und Film, bevor sie 1977 die Band Toyah gründete, in der sie Sängerin und prägende Figur war. Zu dieser ersten Phase gehören unter anderem die Alben Sheep Farming in Barnet (1979), The Blue Meaning (1980), Anthem (1981), The Changeling (1982) und Love Is the Law (1983), in denen ihr nervös-melodisches Songwriting Punk-Spannung, Pop-Refrains und dunklere Klangfarben verbindet. Ab Mitte der 1980er-Jahre trat Toyah dann unter ihrem eigenen Namen auf mit Minx (1985), Desire (1987) und dem experimentelleren Prostitute (1988), das eine Hinwendung zu freieren Formen markiert. Der weitere Verlauf ihrer Diskografie, von Ophelia’s Shadow (1991) über In the Court of the Crimson Queen (2008) bis zu Posh Pop (2021), zeigt eine Künstlerin, die Rockformate, akustische Passagen und theatralischere Ansätze abwechselt. Zudem arbeitete Toyah mit Robert Fripp in Sunday All Over the World zusammen und war am Projekt The Humans beteiligt, während sie auf der Bühne und in den britischen Medien kontinuierlich präsent blieb.
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