Thy Catafalque

Getragen vom ungarischen Musiker Tamás Kátai präsentiert sich Thy Catafalque als ein experimentelles Metal-Projekt, in dem sich Black Metal, Progressive Rock, mitteleuropäische Folkmusik, Ambient und elektronische Texturen kreuzen. Entstanden Ende der 1990er Jahre in Ungarn, zunächst als Duo, bevor es zu Kátais nahezu solitärem Vorhaben wurde, entwickelt Thy Catafalque ein eigenes Universum, geprägt von ausgedehnten Strukturen, regelmäßigem Einsatz der ungarischen Sprache und einem Gespür für Kontraste zwischen extremen Passagen, atmosphärischen Abschnitten und melodischen Motiven aus der Volksmusik. Die frühen Alben, darunter „Sublunary Tragedies“ (1999), „Microcosmos“ (2001) und „Tűnő idő tárlat“ (2004), legen eine noch stark im Black Metal verwurzelte Basis, die mit „Róka Hasa Rádió“ (2009) und „Rengeteg“ (2011) allmählich in eine progressivere Richtung erweitert wird. Später in Edinburgh ansässig, setzte Tamás Kátai die Arbeit mit „Sgùrr“ (2015), „Meta“ (2016), „Geometria“ (2018), „Naiv“ (2020), „Vadak“ (2021) und „Alföld“ (2023) fort; jede Veröffentlichung erkundet neue Ausgewogenheiten zwischen verzerrten Gitarren, elektronischen Elementen, akustischer Instrumentation und Gastgesang. Lange Zeit auf das Studio beschränkt, hat sich das Projekt seit der zweiten Hälfte der 2010er Jahre eine Live-Besetzung mit Basis in Ungarn aufgebaut, um Thy Catafalque auf verschiedenen Metal- und experimentellen Bühnen zu präsentieren.

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März 27