Ben Mazué

Zwischen Nizza, wo er aufwuchs, und Paris, wo er sich niederließ, entwickelt Ben Mazué einen französischen Chanson-Stil, der Pop und eine Sprechgesangsnahe Phrasierung verbindet, getragen von einer Vorliebe für intime Erzählungen und Alltagsbeobachtungen. Geboren 1981, begann er zunächst ein Medizinstudium, wandte sich aber nach und nach dem Schreiben und der Bühne zu; Mitte der 2000er Jahre war er in der Pariser Slam-Szene aktiv und fiel 2006 beim Wettbewerb CQFD der Zeitschrift Les Inrockuptibles auf. Ein erstes EP, „Niqquedouille“, erschien 2008, gefolgt von einem gleichnamigen Album 2011, das die Grundlagen von Ben Mazués Stil zwischen melodischen Liedern und gesprochen-gesungenen Texten festlegte. Diese persönliche Linie vertiefte er mit „33 ans“ (2014) und „La femme idéale“ (2017), auf denen die Pop-Arrangements und die erzählerische, gefühlvolle Ausrichtung stärker hervortreten. Mit „Paradis“ (2020) setzt Ben Mazué die Erforschung seiner sehr autobiografischen Schreibweise fort, die oft aus Monologen und Lebensfragmenten besteht. Regelmäßig auf Tournee entwickelt er auf der Bühne eine Form des erzählten Konzerts, die Stücke und gesprochene Interventionen abwechselt. Neben seinen eigenen Alben schreibt er auch für andere Interpreten und arbeitet gelegentlich mit anderen Künstlern zusammen, etwa mit Grand Corps Malade und Gaël Faye beim Stück „La vie est belle“.

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