Tower Of Power
Entstanden in der Soul- und Funk-Euphorie der San Francisco Bay Ende der 1960er Jahre, formierte sich Tower of Power um den Saxophonisten Emilio Castillo in Oakland, Kalifornien, zunächst unter dem Namen The Motowns, bevor der endgültige Name 1968 angenommen wurde. Die Band bewegt sich in einer Tradition aus Funk, Soul, Rhythm and Blues und Anklängen an Jazz und entwickelte eine Kompositionsweise, die eine sehr strukturierte Bläsersektion in den Mittelpunkt stellt, getragen von synkopierten Rhythmen und markanten Basslinien, während die Gesangspartien zwischen Soulballaden und schnellerem Uptempo wechseln. Auf der Westcoast-Clubszene konnten sie sich durchsetzen und erlangten mit ihren frühen Alben East Bay Grease (1970), Bump City (1972), Tower of Power (1973) und Back to Oakland (1974) nationalen Bekanntheitsgrad; diese Veröffentlichungen prägten nachhaltig ihren Sound. In den folgenden Jahren prägten häufige Sängerwechsel, eine rege Bühnentätigkeit und der Einsatz der Tower-of-Power-Bläsersektion im Studio und auf Tournee für zahlreiche Rock- und Soulkünstler das Geschehen. Nach mehreren Phasen relativer Ruhe und einer deutlicheren Rückkehr in den 1990er Jahren, etwa mit Monster on a Leash (1991), setzte die Formation ihre Studioarbeit mit Soul Side of Town (2018) und Step Up (2020) fort, blieb aber vorwiegend live aktiv, wobei die Musik von Tower of Power weiterhin auf dem Gleichgewicht zwischen engen Bläserarrangements und kollektivem Groove beruht.
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