Toots and the Maytals
Geboren in Jamaika Anfang der 1960er Jahre, begannen Toots and the Maytals als Vokaltrio in Kingston mit Frederick „Toots“ Hibbert, Henry „Raleigh“ Gordon und Nathaniel „Jerry“ Matthias. Zwischen Ska, Rocksteady und Reggae entwickelte die Band einen von Gospel und Soul geprägten Sound mit dichten Harmonien und Hibberts kraftvoller, rauer und flexibler Stimme. Nach ersten Aufnahmen für Studio One sowie Stationen bei Prince Buster, Byron Lee und vor allem dem Produzenten Leslie Kong landete die Gruppe Ende der 1960er Jahre mehrere Stücke, die zu Eckpfeilern der jamaikanischen Musik wurden, darunter „54-46 That’s My Number“, „Pressure Drop“, „Sweet and Dandy“ und „Do the Reggay“ (1968), das zur Verbreitung des Begriffs „reggae“ beitrug. Anfang der 1970er Jahre weitete sich das Projekt zu Toots and the Maytals mit einer richtigen Live-Band aus, unter anderem um Jackie Jackson und Paul Douglas, und gewann international an Publikum – durch Tourneen, einen Auftritt auf dem Soundtrack von The Harder They Come und Veröffentlichungen bei Island. In den folgenden Jahrzehnten wechselten Toots and the Maytals zwischen Konzerten, Neuinterpretationen ihres Repertoires und Kollaborationen, unter anderem mit dem Album True Love (2004) und Got to Be Tough (2020), kurz vor dem Tod von Toots Hibbert im selben Jahr.
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