The Residents

Aktiv seit den frühen 1970er-Jahren entwickelt das US-amerikanische Kollektiv The Residents von San Francisco aus ein Werk, das experimentelle Musik, Artrock, Soundcollage und multimediale Performance verbindet, wobei die Anonymität der Mitglieder hinter wechselnden Bühnenidentitäten gewahrt bleibt. Aus einem Kern aus Louisiana hervorgegangen, strukturiert The Residents seine Arbeit um konzeptuelle Projekte, in denen Erzählung, subtiler Humor und die Subversion populärer Formen zentral sind. Die Gründung des eigenen Labels Ralph Records Mitte der 1970er Jahre begleitete die Veröffentlichung von "Meet the Residents" (1974), des Debütalbums, das die Grundlage für eine anhaltende Verformung von Pop und Rock legte, unter anderem fortgeführt mit "The Third Reich ’n Roll" (1976). Gegen Ende des Jahrzehnts erkundet "Eskimo" (1979) eine quasi-dokumentarische, atmosphärische Schreibweise, während "Commercial Album" (1980) jingleartige Strukturen zu kurzen Vignetten verdichtet. Anschließend vermehrt The Residents narrative Zyklen und thematische Projekte, von "The Tunes of Two Cities" (1982) bis "God in Three Persons" (1988), und wendet sich in den 1990er Jahren dem multimedialen Bühnenformat mit Werken wie "Freak Show" zu. Auf der Bühne bevorzugen The Residents aufwendige visuelle Arrangements und die Theatralisierung der Figuren, arbeiten mit regelmäßigen Weggefährten – darunter Gitarrist Snakefinger – und entwickeln über die Jahrzehnte eine Praxis zwischen Studiomusik, Videokunst und Klanginstallationen.

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Jan. 24
Feb. 2, 2019