The Get Up Kids
The Get Up Kids entstanden Mitte der 1990er in der Indie-Szene von Kansas City, Missouri, und gelten als prägende Band an der Schnittstelle von Emo, melodischem Punk und Indie-Rock. Ihre Stücke zeichnen sich durch gesangliche Melodien, treibende Gitarren und introspektive Texte aus. Gegründet 1995 von Matt Pryor, Jim Suptic und Rob Pope, später ergänzt durch Ryan Pope und den Keyboarder James Dewees, machten sie mit Four Minute Mile (1997) auf sich aufmerksam — aufgenommen in einer DIY-Tradition, die aus der US-amerikanischen Hardcore- und Pop-Punk-Szene kam. Mit Something to Write Home About (1999) erreichten sie ein größeres Publikum: ein Wendepunkt hin zu einem strukturierteren Sound, bei dem Keyboard-Arrangements wichtiger wurden, ohne die ursprüngliche Punkenergie zu ersetzen. On a Wire (2002) und Guilt Show (2004) zeigen eine Entwicklung zu bedächtigeren Kompositionen mit Einflüssen aus Indie-Rock und Power-Pop, bevor sich die Band 2005 zunächst trennte. Ende der 2000er reformiert, nahmen The Get Up Kids ihre Arbeit mit There Are Rules (2011) wieder auf und setzten Tourneen und EP-Veröffentlichungen fort, darunter Kicker (2018), das die Veröffentlichung von Problems (2019) vorbereitete. Das Album bestätigt erneut das Gleichgewicht zwischen nervösen Gitarren, eingängigen Refrains und Themen wie Zeit, Familie und Beziehungen. Auf US-amerikanischen und internationalen Bühnen präsent, oft mit der Emo-Welle der späten 1990er assoziiert, bewahrt die Band eine unverwechselbare Identität durch direkten melodischen Fokus und die konstante Spannung zwischen punkiger Dringlichkeit und poppiger Sensibilität.