The Ex
Aus der Hausbesetzerbewegung von Amsterdam und Wormer stammend, formierte sich The Ex 1979 in den Niederlanden und bewegte sich zunächst in einem angespannten Punkrock-Register, nahe am Anarcho-Punk und Post-Punk, bevor die Band ihre Musik nach und nach für No Wave, Free Jazz, Improvisation und Folk-Einflüsse aus verschiedenen Traditionen öffnete. Um die kantigen Gitarren von Terrie Hessels und später Andy Moor, das Schlagzeug von Katherina Bornefeld und seit dem Weggang des langjährigen Sängers G.W. Sok 2009 die Stimme von Arnold de Boer herum, entwickelte The Ex einen trockenen, rhythmischen und gern dissonanten Sound, verbunden mit Texten über soziale und politische Verhältnisse. Nach frühen Werken wie Disturbing Domestic Peace (1980), History Is What’s Happening (1982) und Dignity of Labour (1983) gründete The Ex 1988 das Label Ex Records und erweiterte seinen Wirkungskreis mit Joggers and Smoggers (1989) sowie den Kollaborationen mit Tom Cora auf Scrabbling at the Lock (1991) und And the Weathermen Shrug Their Shoulders (1993). Als Quartett, sowohl auf DIY-Punk-Bühnen als auch in Kreisen improvisierter Musik aktiv, arbeitete The Ex außerdem mit Tortoise, Sonic Youth und dem äthiopischen Saxophonisten Getatchew Mekuria zusammen, während Alben wie Starters Alternators (1998), Dizzy Spells (2001), Turn (2004) und 27 passports (2018) diese Entwicklung fortsetzen.
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