Soziedad Alkoholika

Gegründet 1988 in Vitoria-Gasteiz im spanischen Baskenland, steht Soziedad Alkoholika an der Schnittstelle von Hardcore-Punk, Thrash-Metal, Crossover und zeitweise einem schwereren, synkopierten Metal. Die Band, oft S.A. abgekürzt, trat Anfang der 1990er-Jahre mit einem schnellen, angespannten und direkten Sound an die Öffentlichkeit, geprägt von kompakten Riffs, nervösem Schlagzeug und rauem Gesang; ihre Texte auf Spanisch und gelegentlich auf Baskisch behandeln soziale Gewalt, Antimilitarismus, Autoritarismus und politische Spannungen. Im Lauf der Jahre bewegte sich Soziedad Alkoholika zwischen Punk-, Hardcore- und Metal-Szenen in Spanien sowie auf verschiedenen europäischen Bühnen, behielt eine direkte Schreibweise bei und verfestigte zugleich manche härtere Aspekte ihres Ansatzes. Zur Discographie gehören unter anderem Soziedad Alkoholika (1991), Negro en el poder (1993), Ratas (1995), No intente hacer esto en su casa (1997), Tiempos oscuros (2000), Política del miedo (2003), Mala sangre (2008) und Cadenas de odio (2011). Die Laufbahn der Band war zudem von politischen und juristischen Kontroversen in Spanien in den 2000er-Jahren geprägt, ein Kontext, der ihren Weg begleitete, ohne sie aus den alternativen Netzwerken zu verdrängen, in denen sie entstanden ist.

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Apr. 9