Souldia
Ursprünglich aus Limoilou in Québec stammend, entwickelt Souldia seit Mitte der 2000er-Jahre einen frankophonen Rap, der im gelebten Alltag verwurzelt ist. Seine Texte sind direkt, erzählen Straßengeschichten und haben oft einen dunklen Ton, während die Produktionen zeitgenössischen Hip-Hop zwischen Boom-Bap, Trap und melodischem Rap aufnehmen. Zunächst in der unabhängigen Szene Québecs entdeckt, hat Souldia sich über mehr als fünfzehn Jahre mit zahlreichen Projekten eine dauerhafte Laufbahn aufgebaut. Seine Herangehensweise hat sich zugunsten kompakterer Tracks und stärkerer Refrains weiterentwickelt, ohne seine knappe, nüchterne Diktion oder seinen ausgeprägten sozialen Blick aufzugeben. Mit dem Album Survivant (2019) erreichte er ein breiteres Publikum jenseits der reinen Rap-Fachszene. Es folgten Non conventionnel (2023), 2024 das Kollaborationsprojekt Portrait robot mit Lost und noch im selben Jahr Nouvelle vie. Seit langem auf den Bühnen Québecs präsent, gehört Souldia zu einem nahbaren, narrativen und direkten Rap, gespeist von seiner lokalen Verankerung ebenso wie von den aktuellen Formen des frankophonen Hip-Hop.