Silly
Gegründet 1978 in Ost-Berlin, zunächst unter dem Namen Familie Silly, bevor die Band schnell zu Silly wurde, gehört sie zur Geschichte des ostdeutschen Rocks. Ihr Songwriting entwickelte sich von einem leichteren Stil hin zu einem spannungsreichen, melodischen Rock, oft durchzogen von New Wave. Rund um die Sängerin Tamara Danz prägte Silly bereits Anfang der 1980er Jahre eine markante Identität durch die Texte von Werner Karma, deren Bilder und Andeutungen mit der Zensur der DDR kollidierten, insbesondere zur Zeit von Mont Klamott (1983), Zwischen unbefahrenen Gleisen, das schließlich zu Liebeswalzer (1985) umgearbeitet wurde, sowie Bataillon d’Amour (1986) und Februar (1989). Die Besetzung stabilisierte sich mit Ritchie Barton, Uwe Hassbecker und Jäcki Reznicek als dem dauerhaften Kern von Silly. Nach Hurensöhne (1993) nahm die Band auch mit Gerhard Gundermann auf und veröffentlichte Paradies 1996, kurz vor dem Tod Tamara Danz’. Anschließend ging Silly schrittweise wieder auf Tour, zunächst mit Gästen, später mit Anna Loos am Gesang auf Alles rot (2010), Kopf an Kopf (2013) und Wutfänger (2016). Seit Ende der 2010er Jahre ist Silly weiterhin live aktiv mit neuen Stimmen, unter anderem Julia Neigel und AnNa R., und veröffentlichte 2021 Instandbesetzt mit neuen Titeln und Neuinterpretationen ihres Repertoires.