Shenandoah
Mitte der 1980er Jahre in Muscle Shoals, Alabama, gegründet, gehört Shenandoah zur Welle der Southern-Country-Musik aus den USA. Die Band verbindet die Leadstimme von Marty Raybon, das Schlagzeug von Mike McGuire und eine Gitarrenfraktion mit starkem Südstaaten-Rock-Einfluss. Sie entwickelte einen Sound, in dem neotraditionelle Country-Elemente mit gospelartigen Harmonien und erzählerischen Balladen über Kleinstadtgeschichten verschmelzen – eine Formel, die ihr ein schnelles Renommee in der Nashville-Szene verschaffte. Das Debütalbum Shenandoah (1987) wurde von The Road Not Taken (1988) und Extra Mile (1990) gefolgt, die die Band in einem zugleich melodischen und direkten Stil positionierten und Midtempo-Stücke mit akustischeren Titeln abwechseln. Es folgten Long Time Comin' (1992) und Under the Kudzu (1993), bevor die Band mit In the Vicinity of the Heart (1994), das durch ein Duett mit Alison Krauss hervorsticht, eine zeitgemäßere Wendung nahm. Nach mehreren Besetzungswechseln und Phasen der Inaktivität um die Jahrtausendwende kehrte Shenandoah mit dem country‑gospelorientierten Album Good News Travels Fast (2016) ins Studio zurück, gefolgt von Every Road (2020), das rund um Kooperationen mit jüngeren Country-Künstlern entstand, während die erzählerische und gesangsbetonte Ausrichtung, die die Band seit ihren Anfängen prägt, erhalten blieb.
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