Swans
Entstanden in New York Anfang der 1980er um Michael Gira, ordnet sich Swans zunächst in die no wave‑Szene ein und prägte eine karge, repetitive und physische Musik an der Schnittstelle von Noise Rock, Post‑Punk und Industrial. Die ersten Alben, insbesondere Filth (1983) und Cop (1984), basieren auf schweren Rhythmen, minimalen Riffs und einer fast hämmernden Spannung. Ab Mitte der 1980er Jahre führte der Einstieg von Jarboe zu einer Entwicklung hin zu melodischeren und offeneren Formen, ohne die düstere Ästhetik aufzugeben, wobei Elemente aus Folk, Gothic, Drone und experimentellem Rock eingearbeitet wurden, etwa auf Children of God (1987), The Burning World (1989), White Light from the Mouth of Infinity (1991) oder Soundtracks for the Blind (1996). Nach der Auflösung 1997 nahm Michael Gira Swans 2010 wieder auf, mit einem Kern von Musikern, darunter Norman Westberg, Christoph Hahn, Phil Puleo und Christopher Pravdica. Diese neue Phase führte zu langen Stücken, die auf Akkumulation, rhythmischer Trance und Variationen in der Dichte beruhen, zu hören auf My Father Will Guide Me Up a Rope to the Sky (2010), The Seer (2012), To Be Kind (2014) und The Glowing Man (2016). Seit 2019 arbeitet Swans mit einer flexibleren Besetzung weiter und setzt diese Arbeit auf Leaving Meaning (2019), The Beggar (2023) und Birthing (2025) fort, wobei sie auf den experimentellen Rockbühnen Europas und Nordamerikas weiterhin stark präsent sind.
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