Sergei Rachmaninoff
Geboren 1873 in Semjonowo im Gouvernement Nowgorod des Russischen Reiches, etablierte sich Sergei Rachmaninoff zunächst als Pianist, Komponist und Dirigent, ausgebildet an den Konservatorien von St. Petersburg und Moskau bei Nikolai Zverev, Anton Arenskij und Sergej Tanjejew. Sein schaffendes Werk gehört zum russischen Postromantizismus, geprägt von ausgedehnten melodischen Linien, dichten Harmonien, glockenhaften Klangfarben und einer zentralen Rolle des Klaviers. Nach frühen Erfolgen komponierte er 1892 die Oper Aleko, durchlief jedoch nach dem Misserfolg seiner 1. Sinfonie 1897 eine Krise. Sein zurückkehrender Durchbruch gelang mit dem Klavierkonzert Nr. 2 (1901), gefolgt von der 2. Sinfonie (1907), dem sinfonischen Gedicht Die Insel der Toten (1909) und dem Klavierkonzert Nr. 3 im selben Jahr. Rachmaninoff dirigierte anschließend am Bolschoi, weilte in Dresden und verfolgte eine internationale Karriere, die ihn in die Vereinigten Staaten führte, wo er mit namhaften Orchestern auftrat und u. a. mit Gustav Mahler zusammenarbeitete. Nach der Revolution von 1917 ins Exil gezwungen, ließ er sich 1918 in den USA nieder, wo seine Tätigkeit als Konzertpianist die Komposition überlagerte, diese jedoch nicht völlig zum Erliegen brachte, wie die Rhapsodie über ein Thema von Paganini (1934), die 3. Sinfonie (1936) und die Symphonischen Tänze (1940) belegen.
kommende Veranstaltungen
Keine kommenden Veranstaltungen