Selig

Entstanden Anfang der 1990er Jahre in Hamburg, zählt die deutsche Band Selig zum deutschsprachigen Rock, geprägt von Grunge, Psychedelik und melancholischer Liedkunst. Um Sänger Jan Plewka und Gitarrist Christian Neander entwickelte die Gruppe einen dichten Sound, getragen von einer sehr präsenten Bass‑Drum‑Rhythmusgruppe und ursprünglich von Keyboards, die die psychedelische Note verstärkten. Aufsehen erregte Selig Mitte des Jahrzehnts mit dem gleichnamigen Album „Selig“ (1994), gefolgt von „Hier“ (1995) und „Blender“ (1997), die unter anderem mit Produzent Franz Plasa entstanden und die Band in der damaligen deutschsprachigen Rockszene verankerten. Nach einer Auflösung 1999 formierte sich Selig 2008 neu und nahm bald wieder Studioalben auf, beginnend mit „Und endlich unendlich“ (2009), dann „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2010) und „Magma“ (2013), gefolgt von „Kashmir Karma“ (2017) und „Myriaden“ (2021). Die deutschen Texte von Selig sind oft introspektiv und verbinden sich mit Arrangements, die zwischen schweren Passagen und eher poppigen Balladen wechseln, wodurch die Band sowohl in Clubs als auch auf großen Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz auftreten konnte und ein dauerhaftes Bezugspunkt des deutsch gesungenen Rocks geblieben ist.

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