Stereolab
Gegründet wurde Stereolab 1990 in London um den Gitarristen Tim Gane (ehemals McCarthy) und die französisch-britische Sängerin Lætitia Sadier. Die Band entwickelte eine Ästhetik zwischen experimenteller Popmusik, Krautrock, Easy Listening und minimalistischer Elektronik. Das Kernensemble von Stereolab, das bis 2002 regelmäßig durch verschiedene Musiker – unter anderem die australische Sängerin und Gitarristin Mary Hansen – ergänzt wurde, arbeitete wie ein Kollektiv mit variabler Besetzung innerhalb der britischen Independent‑Szene. Die ersten Veröffentlichungen erschienen beim Label Too Pure; später gründete die Gruppe das eigene Label Duophonic und arbeitete zudem mit Elektra, um Alben wie “Peng!” (1992), “Transient Random‑Noise Bursts with Announcements” (1993), “Mars Audiac Quintet” (1994) und “Emperor Tomato Ketchup” (1996) zu verbreiten, gefolgt von “Dots and Loops” (1997), “Cobra and Phases Group Play Voltage in the Milky Night” (1999), “Sound‑Dust” (2001), “Margerine Eclipse” (2004), “Fab Four Suture” (2006), “Chemical Chords” (2008) und “Not Music” (2010). Stereolabs Klang basiert auf repetitiven Motiven, von der deutschen Rockmusik der 1970er Jahre inspirierten Rhythmen, klaren Gesangsharmonien sowie Songstrukturen, die Popsongmelodie, Jazz‑Einflüsse und orchestrale Arrangements verbinden; die Texte in Französisch und Englisch verknüpfen politische Bezüge, Science‑Fiction und ein retro‑futuristisches Imaginar. Nach einer 2009 angekündigten Pause nahm Stereolab ab 2019 wieder Konzerte auf und begann die Wiederveröffentlichung von Material.
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