Stéphane Belmondo
In eine Familie von Jazzmusikern im Süden Frankreichs hineingeboren, hat sich Stéphane Belmondo als Trompeter und Flügelhornist an der Schnittstelle von Hard Bop, europäischem Modern Jazz sowie soul‑ und mediterranen Einflüssen etabliert. Ab Ende der 1980er Jahre auf der französischen Szene präsent, machte er zunächst als Sideman in Clubs und auf Festivals auf sich aufmerksam, bevor er eigene Formationen entwickelte, häufig im engen Austausch mit seinem Bruder, dem Saxophonisten Lionel Belmondo. Sein Werdegang wechselt zwischen kleinen akustischen Besetzungen, Projekten zur Neuinterpretation von Repertoires wie denen von Stevie Wonder oder Chet Baker und Kooperationen mit Musikern wie Yusef Lateef oder Dee Dee Bridgewater, die ihn stärker auf internationale Bühnen führten. Sein Spiel legt Wert auf Melodik, klangliche Nuancen und eine sehr gesangliche Herangehensweise an die Improvisation, bleibt dabei aber im Erbe des amerikanischen Jazz der 1950er und 1960er Jahre verankert. Im Studio wie auf der Bühne aktiv, bewegt sich Stéphane Belmondo weiterhin zwischen intimen Clubs, großen Sälen und orchestralen Projekten und hält dabei stets den Bezug zur Tradition, den er in einen zeitgenössischen Kontext stellt.
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