Sangre de Muerdago
Gegründet in Ourense in Galicien im Jahr 2007 um Pablo Caamiña Ursusson und Jorge Olson de Abreu, entwickelt Sangre de Muerdago einen akustischen Neofolk, der fest in galicischen Traditionen verwurzelt ist und zugleich mit zeitgenössischen europäischen Szenen in Dialog tritt. Später in Leipzig ansässig, arbeitet die Gruppe mit einem wechselnden Kern von Musikerinnen und Musikern um Ursusson, wodurch Sangre de Muerdago eher die Identität eines offenen Kollektivs als die einer festen Formation erhält. Die auf Galicisch gesungenen Texte schöpfen aus einer Natur-, Ritual- und Erinnerungsvorstellung mit mystischen Zügen und integrieren zudem vertonte Gedichte von Rosalía de Castro, Celso Emilio Ferreiro und Manuel María. Zwischen langsamen Balladen, Vokalharmonien und Streicharrangements bewegt sich der Klang von Sangre de Muerdago an der Schnittstelle von pastoralem Folk, Dark Folk und einer kontemplativen Tradition, die manchen experimentellen Szenen nahe steht. Nach einer ersten Demo 2007 umfasst die Diskografie unter anderem die Alben Sangre de Muerdago (2010), Deixádeme Morrer no Bosque (2013), O Camiño das Mans Valeiras (2015), Noite (2018), Xuntas (2020) und O Vento que Lambe as miñas Feridas (2023), ergänzt durch EPs, Compilations und Splits. Sangre de Muerdago hat zahlreiche internationale Tourneen unternommen und mehrere gemeinsame Platten mit Novemthree, Monarch, Steve Von Till und Judasz & Nahimana aufgenommen, womit die Band nachhaltig in den Neofolk- und DIY-Netzwerken verankert ist.
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| Apr. 29 |
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