Salvador Sobral

Geboren in Lissabon im Jahr 1989 gehört Salvador Sobral einer Gesangstradition an, in der Jazz, lusophone Chanson, Bossa Nova und akustischer Pop aufeinandertreffen. Nach einem markanten Auftritt in der portugiesischen Sendung Ídolos im Jahr 2009 bildet er sich in Barcelona am Taller de Músics aus, einem Umfeld, das sein Schreiben und seine Interpretation dauerhaft in Richtung flexibler, intimer Formen und eng an der Phrasierung orientiert. Zu Beginn der 2010er Jahre singt Sobral in Spanien und Portugal, arbeitet mit der Barcelonagruppe Noko Woi zusammen und tritt unter anderem beim Sónar auf, bevor er seine Solokarriere mit Excuse Me im Jahr 2016 startet, ko-produziert mit Júlio Resende und Leonardo Aldrey. Sein Repertoire mischt Jazz-Standards, mediterrane Chansons und Kompositionen mit spärlichen Arrangements. 2017 gewinnt Sobral den Festival da Canção und später den Eurovision für Portugal mit Amar pelos dois, einem Lied, das von seiner Schwester Luísa Sobral geschrieben wurde; ein Moment, der seine Sichtbarkeit deutlich erweitert, ohne die musikalische Ausrichtung seiner Arbeit zu verändern. Er verfolgt danach eine Karriere, die sich auf Konzerte und Alben konzentriert, mit Paris, Lisboa 2019, bpm 2021 und Timbre 2023. Parallel nimmt Sobral am Alexander Search-Projekt mit Júlio Resende teil, rund um Texte, die Fernando Pessoa betreffen, und setzt einen sorgfältigen Weg fort, Brücken zwischen Lied, Poesie und Improvisation zu schlagen.

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Jan. 31, 2022