Ryuichi Sakamoto

Geboren in Tokio 1952 und im Jahr 2023 gestorben, hat Ryuichi Sakamoto fast fünf Jahrzehnte Musik durchlaufen, indem er Elektronik, Ambient, Minimalismus, Klavierkomposition und Orchesterarrangements verband. Ausgebildet an der Tokyo National University of Fine Arts and Music, wo er Komposition und Ethnomusikologie studierte, begann er als Arrangeur und Studio-Musiker, bevor er 1978 Yellow Magic Orchestra mit Haruomi Hosono und Yukihiro Takahashi gründete — ein Trio, das eine maßgebliche Rolle beim Aufstieg von Synth-Pop und japanischer elektronischer Musik spielte. Parallel dazu entwickelte Sakamoto früh ein Solowerk, geprägt von Experimentation, von Thousand Knives of Ryuichi Sakamoto (1978) bis B-2 Unit (1980), gefolgt von einer wachsenden Vorliebe für Hybride zwischen Pop, Kunstmusik, digitalen Texturen und akustischem Klavier. Seine Karriere erstreckte sich auch auf den Film, mit Merry Christmas, Mr. Lawrence (1983) und The Last Emperor (1987), gefolgt von Partituren für The Sheltering Sky, Little Buddha, The Revenant oder Monster. Im Laufe der Jahrzehnte arbeitete Sakamoto mit David Sylvian, Alva Noto, Fennesz, Youssou N’Dour oder Jaques Morelenbaum zusammen und entwickelte seine Sprache zu zurückgenommenen Stücken wie BTTB (1999), async (2017) und 12 (2023), in denen Stille, Resonanz, Melodie und das Arbeiten am Klangmaterial zusammentreffen.

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