Solstafir

Sólstafir, manchmal auch Solstafir geschrieben, entstand Mitte der 1990er Jahre in der extremen Metalszene Reykjavíks. Die Band begann in einem dem Black Metal nahen Stil und entwickelte sich schrittweise zu einer Mischung aus Post‑Metal, atmosphärischem Rock und Einflüssen aus dem Post‑Rock. Gegründet um Sänger und Gitarrist Aðalbjörn Tryggvason, formte die Gruppe bereits auf den ersten Demos und der EP «Til Valhallar» (1996) ein Imagery, das eng mit den isländischen Landschaften verbunden ist und als roter Faden durch die Musik von Sólstafir zieht. Das Debütalbum «Í Blóði og Anda» erschien 2002, gefolgt von «Masterpiece of Bitterness» (2005) und «Köld» (2009); diese Veröffentlichungen kennzeichneten längere Formate, einen zunehmend präsenten Gesang auf Isländisch und eine Hinwendung zu melodischeren Rockharmonien. Mit «Svartir Sandar» (2011) und «Ótta» (2014) schärfte die Band ihren Stil, in dem langsame, spannungsaufbauende Gitarren, neblige Atmosphären und gedehnte Rhythmen dominieren — an der Schnittstelle von Progressive Metal und Alternative Rock. Die Alben «Berdreyminn» (2017) und «Endless Twilight of Codependent Love» (2020) setzten diese Entwicklung fort, indem sie stärker mit Kontrasten zwischen intimen Passagen und dichteren, intensiveren Abschnitten arbeiteten. Auf der Bühne ist Sólstafir sehr präsent und hat sich auf europäischen und nordamerikanischen Bühnen einen Namen gemacht, von spezialisierten Metal‑Clubs bis zu großen Festivals, mit Konzerten, die lange, immersive Stücke in den Mittelpunkt stellen und die eigenständige Ästhetik der isländischen Band verdichten.

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