Ruth Brown

Geboren als Ruth Alston Weston in Portsmouth, Virginia, etablierte sich Ruth Brown bereits Ende der 1940er-Jahre in einem Repertoire zwischen Rhythm-and-Blues, Blues, Gospel, Jazz und aufkommender Soul. Ihr Gesang war direkt, geschmeidig und stark vom phrasierten Stil der Clubs und Theater geprägt. Nach Anfängen in Bars und Orchestern und Stationen auf der Washingtoner Bühne unterschrieb Ruth Brown bei Atlantic und prägte in den 1950er-Jahren das Profil des Labels mit Titeln wie „Teardrops from My Eyes“, „5-10-15 Hours“, „(Mama) He Treats Your Daughter Mean“ und „Mambo Baby“, an der Schnittstelle von Jump-Blues, Doo-Wop und einem R&B, der sich bereits zur Popmusik hin orientierte. Zu ihrer Diskographie dieser Zeit gehören unter anderem Ruth Brown (1957), Miss Rhythm (1959) und Late Date with Ruth Brown (1959). In den 1960er-Jahren weniger präsent, kehrte Ruth Brown Mitte der 1970er-Jahre zurück und entwickelte eine zweite Karriere mit Konzerten, Fernsehauftritten, Filmen und auf Broadway, wo ihr Engagement in Black and Blue ihre Bühnenlaufbahn wiederbelebte. Später nahm sie Blues on Broadway (1989), Fine and Mellow (1991), R + B = Ruth Brown (1997) und A Good Day for the Blues (1999) auf. Ruth Brown setzte sich außerdem maßgeblich für die Rechte und Tantiemen von Rhythm-and-Blues-Musikern ein.

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Juni 17