Rush
In Toronto, Kanada, 1968 gegründet, entwickelte Rush im Lauf der Jahre einen Rockstil, der Elemente von Hardrock, Progressive Rock und zeitweise Heavy Metal vereint. Die Bandbesetzung mit Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart wurde ab 1974 stabil, und das Trio ging vom debutalbum mit Bluesrock-Anklängen, «Rush» (1974), zu strukturierteren und konzeptionelleren Werken wie «2112» (1976) und «Moving Pictures» (1981) über. Die Kompositionen von Rush zeichnen sich durch ausgedehnte Strukturen, wechselnde Taktarten und eine präzise melodische Ausarbeitung aus; die größtenteils von Neil Peart verfassten Texte behandeln Science-Fiction, Innenschau und gesellschaftliche Fragen. In den 1980er-Jahren integrierten Alben wie «Signals» (1982) mehr Keyboards und New-Wave-Texturen, bevor in den 1990er- und 2000er-Jahren mit Alben wie «Vapor Trails» (2002) und «Clockwork Angels» (2012) allmählich wieder ein stärker gitarrengeprägter Sound einsetzte. Bis in die zweite Hälfte der 2010er-Jahre auf der Bühne aktiv, bleibt Rush mit einer technisch versierten und erzählerischen Herangehensweise an Rock verbunden, getragen vom Format des Power-Trios.