Rowwen Heze
Im limburgischen Dorf America in den Niederlanden gegründet, formierte sich Rowwen Hèze Mitte der 1980er Jahre um den Sänger und Liedermacher Jack Poels mit der Absicht, Rock und populäre Musik im limburgischen Dialekt zu verankern. Die Gruppe entwickelte nach und nach ein Repertoire, das Folk-Rock, Tex-Mex‑Einflüsse, Fanfarenmusik, Polka und niederländisches Chanson vermischt und von Akkordeon, Blechbläsern und einer klassischen Rock‑Rhythmussektion getragen wird. Die Texte behandeln ländlichen Alltag, Familie, Arbeit, Dorffeste und Melancholie in einer sehr lokalen Sprache, die zu einem zentralen Identitätsmerkmal wurde. Nach einem Anfang, der von Coverversionen geprägt war, setzte sich die Formation Ende der 1980er Jahre mit eigenen Kompositionen und einer intensiven Konzerttätigkeit durch – von Clubräumen bis zu großen Karnevalszelten, insbesondere im Süden der Niederlande. Anschließend unternahm Rowwen Hèze zahlreiche Tourneen in den Niederlanden und den Nachbarländern und realisierte projektbezogene Kooperationen mit Fanfaren und regionalen Blechbläserensembles, wodurch das Bild einer auf ihre Heimat bezogenen Live‑Band gefestigt wurde, die zugleich dauerhaft in der niederländischen Poplandschaft präsent blieb.
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