Rosendo

Geboren 1954 in Madrid und eng mit Carabanchel verbunden, trat Rosendo Mercado Ruiz zunächst Mitte der 1970er Jahre mit Ñu in der spanischen Rockszene in Erscheinung, bevor er 1977 das Trio Leño gründete, das für einen urbanen Hardrock mit Einflüssen aus Rock ’n’ Roll und Bluesrock stand. Mit Leño nahm er die Alben Leño (1979), Más madera (1980) und ¡Corre, corre! (1982) auf, auf denen sich ein trockenes Gitarrenspiel, kompakte Riffs und ein textliches Interesse an der Umgangssprache manifestieren. Nach der Auflösung der Band 1983 setzte Rosendo als Solokünstler fort mit Loco por incordiar (1985), Fuera de lugar (1986), Jugar al gua (1988), La tortuga (1992) und Para mal o para bien (1994). Ab Ende der 1990er Jahre reduzierte er das Format wieder auf das Trio Gitarre-Bass-Schlagzeug und entwickelte einen kargeren, häufig mittleren Tempos gehaltenen Rock, in dem die Bedeutung der Texte stärker hervortritt — weshalb er mitunter dem Konzept des Rock d’auteur zugerechnet wird. Seine Diskographie setzt sich fort mit A tientas y barrancas (1998), Canciones para normales y mero dementes (2001), Vergüenza torera (2013) und De escalde y trinchera (2017). 2018 gab Rosendo seinen Rückzug von der Bühne nach mehr als vier Jahrzehnten im Musikgeschäft bekannt.

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