Rosalía
Geboren in Sant Cugat del Vallès in Katalonien und aufgewachsen in Sant Esteve Sesrovires, entwickelt Rosalía Vila Tobella, bekannt als Rosalía, ihr Schaffen zwischen dem Flamenco‑Erbe und zeitgenössischer urbaner Musik. In Barcelona im Flamencogesang ausgebildet, unter anderem an der ESMUC, machte sie Mitte der 2010er Jahre in der lokalen Szene auf sich aufmerksam, bevor sie 2017 das Album 'Los Ángeles' veröffentlichte, entstanden mit dem Gitarristen und Produzenten Raül Refree, das eine reduzierte Neuinterpretation traditioneller Repertoires bietet. Mit 'El mal querer' (2018), konzipiert als Konzeptprojekt, inspiriert von einem mittelalterlichen Roman, verbindet sie Flamenco‑Strukturen, R&B und elektronische Popmusik und eröffnet damit erstmals den Zugang zu einem internationalen Publikum. Ab 2019 verankerten verschiedene Kooperationen mit Künstlern der Reggaeton‑ und Latin‑Rap‑Szene wie J Balvin oder Ozuna sie in einem Stil, der stärker von urbanen Rhythmen geprägt ist, wobei Stimme, Palmas und die dem Cante jondo eigene Spannung zentral bleiben. Das 2022 erschienene Album 'Motomami' setzt diese Verschiebung hin zu einer hybriden Sprache fort, in der Reggaeton, Dembow, Hyperpop, Klavierballaden und vokale Experimente in einem fragmentierten Format koexistieren. Die Texte bewegen sich zwischen Verweisen auf das Flamenco‑Repertoire, intimen Erzählungen und Fragen nach Macht und Identität im digitalen Zeitalter, während ihre Bühnenpräsenz sich auf den Festival‑ und Arenabühnen in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent entfaltet, ergänzt durch einige Ausflüge ins Kino, insbesondere in Pedro Almodóvars 'Dolor y gloria'.
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