Robert Schumann

Geboren 1810 in Zwickau, Sachsen, gestorben 1856 in Endenich bei Bonn, steht Robert Schumann im Herzen der deutschen Romantik, sowohl als Komponist, Musikkritiker als auch Dirigent. Zunächst vom Beruf des Pianisten in Leipzig angezogen, der durch eine bleibende Verletzung der rechten Hand ihn daran hindert, fortzufahren, wendet sich Schumann der Komposition zu und entwickelt eine sehr persönliche Sprache, zunächst aufs Klavier fokussiert, mit Zyklen wie Papillons Op. 2, Carnaval Op. 9, Kinderszenen Op. 15 oder Kreisleriana Op. 16. 1834 gründete er die Neue Zeitschrift für Musik; Schumann beteiligt sich auch an ästhetischen Debatten seiner Zeit und unterstützt mehrere Musiker seiner Generation. Seine Heirat mit Clara Wieck im Jahr 1840 markiert eine Wende, mit einer intensiven Produktion von Liedern, darunter Dichterliebe Op. 48 und der Liederkreis Op. 39, bevor eine Ausweitung in Sinfonien, Kammermusik und Konzert erfolgt. Zu seinen meistgespielten Werken zählen das Klavierkonzert in A-Moll Op. 54, die vier Sinfonien, das Klavierquintett Op. 44 und das Violoncellokonzert Op. 129. Sämtliche in Leipzig, Dresden und dann Düsseldorf ansässig, entwickelt sich Schumanns Schreiben hin zu dichteren und kontrapunktischeren Formen, behält aber eine starke poetische, innere und literarische Dimension bei. Die letzten Jahre Schumanns sind von schweren psychischen Erkrankungen geprägt, doch sein Werk deckt ein breites Spektrum ab, vom Lied bis zum Orchester, einschließlich Oper, Chormusik und Klavierstücke.

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