Sinéad O'Connor
Geboren 1966 in Dublin und gestorben 2023 in London, setzte sich Sinéad O'Connor ab Mitte der 1980er Jahre mit einer direkten Art des Songwritings und einer Stimme durch, die von Zurückhaltung bis zu herzzerreißender Intensität reichen konnte. Zunächst in der Band Ton Ton Macoute aufgefallen, nahm sie später «Heroine» mit The Edge auf, bevor sie 1987 mit The Lion and the Cobra ihre Solokarriere startete — ein Album, auf dem sich Alternative Rock, spannungsreiche Popmusik und keltische Anklänge verbinden. Ihr zweites Album, I Do Not Want What I Haven’t Got (1990), vergrößerte ihre Zuhörerschaft noch weiter, nicht zuletzt durch ihre Interpretation von «Nothing Compares 2 U», geschrieben von Prince. Der weitere Verlauf ihrer Diskographie zeigt einen bewegten Weg: neu interpretierte Standards auf Am I Not Your Girl? (1992), persönliche Lieder auf Universal Mother (1994), stärker produzierte Pop-Rock-Arrangements auf Faith and Courage (2000), traditionelle irische Stücke auf Sean-Nós Nua (2002), Reggae auf Throw Down Your Arms (2005) und eine spirituelle Ausrichtung auf Theology (2007). Im Laufe der Jahre arbeitete Sinéad O'Connor auch mit The The, Peter Gabriel, Massive Attack und Ian Brown zusammen und blieb gleichzeitig mit Rock-, Folk-, Akustik- und politisch engagierten Szenen verbunden, stets mit dem Spannungsverhältnis zwischen persönlichem Ausdruck, irischem Erbe und öffentlicher Stellungnahme.
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