Sigur Rós
Gegründet 1994 in Reykjavík, entwickelt Sigur Rós einen atmosphärischen Post‑Rock, der lange Gitarrenschichten, Ambient‑Einflüsse und eine dem Minimalismus nahe Kompositionsweise verbindet. Die Band formiert sich um Jón Þór „Jónsi“ Birgisson und Bassist Georg Hólm; die Besetzung wurde im Laufe der Zeit um mehrere Schlagzeuger und Keyboarder erweitert, namentlich Kjartan Sveinsson und Orri Páll Dýrason. Die Stücke von Sigur Rós basieren auf gedehnten Strukturen, langsamen Dynamiken und einer in Falsett gesungenen Stimme, die auf Isländisch oder in einer erfundenen phonetischen Sprache erklingt, oft ergänzt durch Streich‑ und Bläserarrangements. Zur Studio‑Diskographie gehören unter anderem Von (1997), Ágætis byrjun (1999), das titel- und namenslose Album, oft als ( ) bezeichnet (2002), Takk… (2005), Með suð í eyrum við spilum endalaust (2008), Valtari (2012), Kveikur (2013), das orchestrale Werk Odin’s Raven Magic (2002 aufgenommen, 2020 veröffentlicht) und Átta (2023). Zudem hat Sigur Rós ein umfangreiches visuelles Schaffen mit den Konzertfilmen Heima (2007) und Inni (2011) entwickelt und tritt regelmäßig international auf, wobei das Repertoire von einem erweiterten Rocktrio bis hin zu Kooperationen mit klassischen Ensembles und Chören adaptiert wird.
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