Renaud Capuçon
Geboren 1976 in Chambéry, bildete sich Renaud Capuçon am Konservatorium seiner Heimatstadt und anschließend am Conservatoire national supérieur de musique de Paris in der Klasse von Gérard Poulet aus, bevor er im European Community Youth Orchestra und im Gustav Mahler Jugendorchester unter Claudio Abbado spielte. Als klassischer Geiger verfolgt Renaud Capuçon einen Weg, der sich zwischen großem Konzertrepertoire, Kammermusik und Orchesterdirigieren bewegt, mit einem Repertoire von Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms und Mendelssohn bis hin zu Bartók, Dutilleux, Rihm, Dusapin und Mantovani. Auf den europäischen Bühnen sehr präsent, tritt er regelmäßig in kammermusikalischer Besetzung mit Gautier Capuçon, Nicholas Angelich, Frank Braley und Jérôme Ducros auf, während er seine solistische Tätigkeit mit Orchester fortsetzt. Zu seiner Diskographie gehören unter anderem eine Schubert-Aufnahme mit Jérôme Ducros (1999), die Konzerte von Mendelssohn und Schumann mit Daniel Harding (2004), die Beethoven-Sonaten mit Frank Braley (2011), die Bartók-Konzerte (2018) sowie Un violon à Paris (2021). Renaud Capuçon hat außerdem die Rencontres artistiques de Bel-Air gegründet, das Festival de Pâques d’Aix-en-Provence 2013 ins Leben gerufen, leitet die Sommets Musicaux de Gstaad seit 2016, unterrichtet seit 2014 an der Haute École de Musique de Lausanne und bekleidet seit 2021 die künstlerische Leitung des Orchestre de chambre de Lausanne.
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