Shackleton
Geboren im Lancashire, begann Sam Shackleton zunächst in Punkbands zu spielen und war später in einem Dancehall-Duo mit Earl Fontainelle aktiv, bevor er sich Anfang der 2000er Jahre der elektronischen Produktion zuwandte. Im Umfeld der FWD>>-Partys und der Londoner Bass-Szene veröffentlichte er 2004 seinen ersten Track und gründete 2005 zusammen mit Appleblim das Label Skull Disco – ein Projekt am Rande des Dubstep mit einem bereits dunkleren, perkussiven und schrägeren Zugang als üblich für Clubformate. Nach dem Ende von Skull Disco 2008 zog Shackleton nach Berlin und erweiterte sein Vokabular in Richtung experimenteller Elektronik, in der langsame Technoelemente, Post-Industrial, Ambient, repetitive Motive und Polyrhythmik mit oft tribalen oder meditativen Resonanzen zusammentreffen. Zu seiner Diskografie gehören unter anderem Three EPs (2009), Fabric 55 (2010), das Album Pinch & Shackleton mit Pinch (2011), Music for the Quiet Hour / The Drawbar Organ EPs (2012) sowie vokal- und langformorientierte Projekte wie Devotional Songs mit Ernesto Tomasini (2016), Sferic Ghost Transmits mit Vengeance Tenfold (2017), Behind the Glass mit Anika (2017), Primal Forms mit Zimpel (2020), Departing Like Rivers (2021) und The Scandal of Time (2023). Shackleton veröffentlicht außerdem auf seinem eigenen Label Woe to the Septic Heart!, das er 2010 gründete.
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