Rahat Fateh Ali Khan

Geboren in Faisalabad im pakistani­schen Punjab gehört Rahat Fateh Ali Khan zur Linie der Qawwals der Familie Fateh Ali Khan: Er ist Sohn von Farrukh Fateh Ali Khan und Neffe von Nusrat Fateh Ali Khan. Schon in seiner Kindheit wurde er im Qawwali, dem sufischen Hingaberepertoire, unterwiesen und singt dabei in einer von der hindustanischen klassischen Tradition geprägten Manier. Rahat Fateh Ali Khan trat bereits sehr jung öffentlich auf und schloss sich als Jugendlicher dem Ensemble seines Onkels an; ab 1985 begleitete er dieses insbesondere auf Tourneen im Vereinigten Königreich. Ab Ende der 1990er Jahre schlug er eine Solokarriere ein, die Qawwali, Ghazal, sufische Musik und Filmmusik verbindet. Sein Einstieg als Playback-Sänger für das Hindi-Kino gelang ihm 2003 mit „Mann Ki Lagan“ in Paap, und seither ist seine Stimme regelmäßig in indischen wie pakistanischen Produktionen zu hören. Parallel dazu baute er ein filmunabhängiges Repertoire auf, etwa mit dem Album Back 2 Love (2014), und suchte die Zusammenarbeit mit anderen musikalischen Feldern—von Coke Studio Pakistan bis zu Beiträgen im Zusammenhang mit The Four Feathers (2002) und Joyful Noise (2002). Bei Rahat Fateh Ali Khan bleibt das Qawwali-Erbe das Zentrum eines Stils, der vokale Improvisation, sufi-poesie und direktere Formen südasiatischer Populärmusik vereint.

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