Prinz Pi
Seit Ende der 1990er Jahre auf der deutschsprachigen Rap‑Szene aktiv, hat sich Prinz Pi, geborener Friedrich Kautz in Berlin, zunächst in der lokalen Untergrundszene unter dem Pseudonym Prinz Porno etabliert. Mit explizitem Battle‑Rap und frühen Veröffentlichungen wie «Heute gibt es Krieg!» (2002) und «Teenage Mutant Horror Show» (2003) machte er auf sich aufmerksam. Ab dem unter dem Namen Prinz Pi erschienenen Album «Neopunk» (2004) wandte sich sein Songwriting einem erzählerischeren und reflektierteren Stil zu, der gesellschaftliche Kommentare, kulturelle Bezüge und Schilderungen des Berliner Alltags auf Produktionen nahe am alternativen Hip‑Hop und gelegentlich am Pop‑Rap verbindet. Fest im deutschsprachigen Rap‑Kosmos verankert, legte Prinz Pi anschließend mehrere prägende Alben vor, darunter «!Donnerwetter!» (2006), «Rebell ohne Grund» (2011), «Kompass ohne Norden» (2013), «pp=mc²» (2015), «Im Westen nix Neues» (2016) und «Nichts war umsonst» (2017), und reaktivierte zeitweise sein Alias Prinz Porno, etwa mit «Teenage Mutant Horror Show 2» (2014). Neben seiner Rap‑Arbeit betreibt Prinz Pi Grafik‑ und Designprojekte, gründete das Label Keine Liebe Records und pflegt zahlreiche Kollaborationen innerhalb der deutschen Hip‑Hop‑Szene, zwischen konzeptionellen Soloalben und zugänglicheren Songs an der Schnittstelle von Chanson und Rap.