Salif Keïta
Salif Keïta, 1949 in Djoliba (Mali) geboren, steht in der mandingischen Tradition und hat zugleich eine Afro-Pop-Sprache entwickelt, die griotisches Erbe, westliche Einflüsse und urbane Klänge verbindet. Geboren in einer vornehmen Familie und geprägt durch sein Albinismus, wandte er sich schon früh dem Gesang zu und schloss sich Anfang der 1970er Jahre dem Rail Band von Bamako an, bevor er mit Les Ambassadeurs weiterarbeitete, einer Formation, die später in Abidjan ansässig war und auf westafrikanischen Bühnen aktiv blieb. Ab der zweiten Hälfte der 1980er Jahre begann Salif Keïta eine Solokarriere mit Alben wie „Soro“ (1987), „Ko-Yan“ (1989) und „Amen“ (1991), die einen Stil etablierten, in dem Kora‑Melodien, elektrische Gitarren, Bläser und Perkussion eine hochintonierte, ausdrucksstarke Stimme tragen. Werke wie „Folon… The Past“ (1995), „Papa“ (1999), „Moffou“ (2002) und „M’Bemba“ (2005) führten diese Mischung aus mandingischen Rhythmen, Pop, jazzigen Einflüssen und gelegentlich dezenten elektronischen Texturen fort. In der Folgezeit setzte Salif Keïta diese Verknüpfungen auf Alben wie „La Différence“ (2009), „Talé“ (2012) und „Un autre blanc“ (2018) fort und verstärkte zugleich seine internationalen Kooperationen sowie seine Projekte, die Erinnerung, Identität und die Lebenssituation von Menschen mit Albinismus in Afrika thematisieren.
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