Philippe Lavil

Geboren 1947 in Fort-de-France auf Martinique, entwickelte Philippe Lavil eine französische Unterhaltungslied-Schreibweise, durchzogen von antillianischen, karibischen und lateinamerikanischen Farbtönen, mit einer deutlichen Vorliebe für geschmeidige Rhythmen und erzählerische Refrains. Als Jugendlicher wurde er in ein Internat in der Drôme geschickt, wo er bei Graeme Allwright die Chansons entdeckte, bevor er 1969 seine erste 45er-Single aufnahm und bereits 1970 mit "Avec les filles, je ne sais pas" auf sich aufmerksam machte. Nach einem Auftritt auf der Bühne des Olympia an der Seite von Julien Clerc 1975 verfolgte Philippe Lavil eine unregelmäßige Laufbahn bis Anfang der 1980er Jahre, als sein Repertoire mit Titeln wie "Il tape sur des bambous", "Rio" oder "San Miguel" eine tropischere Färbung annahm. Sein Weg kreuzte sich mit mehreren Autoren, darunter Didier Barbelivien, und er öffnete sich auch dem Duett mit "Kolé séré", das 1987 mit Jocelyne Béroard aufgenommen wurde. Im Lauf der Jahrzehnte entwickelte Philippe Lavil diese Ästhetik zwischen Chanson, französischem Pop und kreolischen Einflüssen auf Alben wie "Février" (1978), "Nonchalances" (1986), "De Bretagne ou d’ailleurs" (1990), "Retour à la case créole" (2002), "Calypso" (2007), "La part des anges" (2011) und "Sous le même soleil" (2023). Parallel dazu war er gelegentlich als Schauspieler im Kino und Fernsehen tätig.

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Mai 29
Mai 15, 2024